Das Munch-Museum in Bewegung

Sara Eliassen (1977) arbeitet als bildende Künstlerin und Filmemacherin in Oslo, Mexico City und New York. Sie vertritt einen verspielten, aber kritischen Ansatz darüber, wie bewegte Bilder und Bildschirme das Verständnis des Menschen von sich und der Gesellschaft beeinflussen. In heutigen Gesellschaften sind Bildschirme und bewegte Bilder omnipräsent. In ihrem Projekt The Feedback Loop erforscht Eliassen die visuelle Sprache, mit der wir im öffentlichen Raum kommunizieren. Wie werden unsere Gedanken, Blicke und Bewegungen von den uns umgebenden bewegten Bildern beeinflusst? Zur Grundlage nimmt das Projekt die Idee, dass Bildschirmsprachen nie neutral sind. So wurden etwa in europäischen Tourismus- und Propagandafilmen der 20er- und 30er-Jahre Angst und Begierde eingesetzt, um nationalistische Botschaften zu vermitteln. The Feedback Loop beschreibt den Weg durch die Filmgeschichte, den derartige visuelle Elemente genommen haben, und untersucht, wie sie heute noch unsere Sehgewohnheiten prägen.