Wenn wir Toten erwachen

Die patriarchalischen Strukturen, die der norwegischen Kunst des frühen 20. Jahrhunderts zugrunde lagen, sorgten dafür, dass Frauen entweder als Muße, Aktmodell, Mutter oder Dienstmädchen dargestellt wurden. Von den 963 Kunstwerken der Stenersen-Sammlung wurden nur 15 von Künstlerinnen geschaffen. Die Ausstellung Wenn wir Toten erwachen konzentriert sich auf die fünf Künstlerinnen, die diese 15 Bilder malten, zeigt zugleich aber auch neue Werke von vier zeitgenössischen, in Oslo lebenden Künstlerinnen und Künstlern. Die Ausstellung regt zum Nachdenken darüber an, wie soziale Verhältnisse Sammlungs- und Ausstellungspraktiken von Kunst beeinflussen. Der Titel der Ausstellung Wenn wir Toten erwachen ist aus Henrik Ibsens letztem Theaterstück entlehnt, das die Geschichte des Künstlers Rubek und seiner Muse Irena erzählt, die ihm für sein Meisterwerk Der Tag des Aufstands Modell steht.

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Die Künstlerinnen und Künstler

Folgende Künstlerinnen und Künstler sind u.a. in der Ausstellung vertreten: Harriet Backer (1845–1932), Else Hagen (1914–2010), Julie de Holmboe Krohn (1882–1956), Teddy Røwde (1912–1994), Joronn Sitje (1897–1982), Marius Engh, Mari Hofstad Gunnes, Eline Mugaas und Line Bøhmer Løkken.

Ausstellungsperiode: 23. November 2017 - 25. Februar 2018, Dienstags bis Sonntags, 12 bis 17 Uhr

Gratisführung  jeden Sonntag um 14 Uhr 

Das Munch-Museum in Bewegung- Kunsthalle Oslo: Dronning Eufemias gate 34, Bjørvika, Oslo.

Eintritt: 30 NOK